Ristorante La TavernaPiazza Castello 2
I-33010 Colloredo di Monte Albano
Telefon: +39-0432-889 045
Email:
ristorantelataverna@yahoo.itwww.ristorantelataverna.itMittwoch ganztägig und Sonntag abends geschlossen.
Anreise:
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Genuss in der Orangerie

In der Orangerie des Schlosses von Colloredo haben
Piero Zanini und seine Frau
Matilde ihre Bühne gefunden, auf der jeden Tag kulinarische Sinfonien aufgeführt werden. Da spielt Küchenchef
Andrea Gabin die erste Geige mit aller Virtuosität und die friulanische Tiefebene mit dem nahen Udine liegt ihnen zu Füßen. In den dreißig Jahren des Bestehens wurde
La Taverna mit Sternen und Hauben dekoriert und war für Legionen österreichischer und deutscher Feinschmecker immer eine Ort des höchsten Genusses, verbunden mit einem Schuss Schlossromantik.


Das Restaurant
La Taverna ist vom Streben nach Individualität, das Piero und Matilde eigen ist, geprägt. Das gilt für die Räumlichkeiten wie den Kaminsaal und den Weinkeller mit 2.000 verschiedenen Weinen genauso wie für die handverlesen ausgewählten Produkte der Region, die Andrea Gabin in immer neuen Varianten zu feinsten Gerichten verwandelt. Piero versteht es auch meisterhaft, die Linie seiner Küche interessierten Gästen anschaulich zu erklären, welche die solide Basis friulanischer Tradition selten verlässt und deren jahreszeitliche Prägung sich in ständig wechselnden, neuen Gerichten manifestiert.
Friulanische Besonderheiten

Der Einstieg mit einem Glas
Muset e Brovada demonstrierte die Verbundenheit mit der lokalen Küche vortrefflich und auch das folgende
Tartar vom weißen Fassone-Rind, das im benachbarten Spillimbergo gezüchtet wird. Piero Zaninis obsessive Jagd nach den besten Grundmaterialien wird zum Genuss des Essers.


Nur etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl wird an diese cremig-süßliche Spezialität gelassen. Dazu ein kleiner Löffel gefüllt mit jungen, frischen Sardellen in Kräutersauce. Danach gab es eine "Suppe" der besonderen Art,
Cocotte con fonduta di formaggi, mit einem Ei und weißer Trüffel aus Friaul, der in der Nähe von - man staune - Lignano wächst.


Die Pasta,
Tortello del "dì di caccia", dazu Wildkaninchen war ein hervorragendes Beispiel klassischer friulanischer Kochkunst. Das Kaninchen war wunderbar zart und kurz in die Sauce getaucht, ergab es ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Die Zubereitung der Sauce nahm Stunden in Anspruch, um zur entsprechenden Reduktion zu kommen und die Verfeinerung mit Kakao,


einer Anleihe aus der karnischen Küche, ließ die Zunge vor Freude schnalzen. Die fleischlose
Lasagnetta gratinata mit der roten Radicchiorose aus Gorizia, dazu eine Käsesauce -
forma di frant, zwei Highlights der lokalen Küche, die Andrea Gabin perfekt beherrscht. Sehr rund im Geschmack, obwohl es sich um tendenziell widerstrebende Elemente handelte.


Die
Lammkotletts in der Wintervariation mit Kartoffeln waren so wie sie sein sollten, es aber nur wenige hinbringen. In einer kleinen Abwandlung gab es das Lamm auch in "Nockerlform" als kleine Homage an die levantinische Küche. Piero Zanini öffnete dazu einen Merlot von Borgo del Tiglio, Rosso della Centa 2001,


aus Brazano. Nach einem kleinen Obstsorbet zur Neutralisation gab es als Dessert einen kleinen
Mousseglobus. So süß könnte die Welt schmecken. Kunstvoll wurde die zerbrechliche Zuckerhülle gefüllt und als ihre Trabanten dienten frische Waldbeeren. In Verbindung mit dem Torba Nera-Grappa war man dem Urknall schon sehr nahe.
Das siebengängige Degustationsmenü kostet moderate € 70,--. Hervorragende Weinkarte.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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