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Heute ist Mittwoch, der 08.09.2010
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Granatapfel hemmt Prostatakrebs

Der Saft des Paradiesapfels.

Granatapfel hemmt Prostatakrebs

Granatapfel: anti-cancerogen / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Im Dschungel der Ernährungsempfehlungen für Prostatakrebs ist der Granatapfel die Frucht mit der besten Studienevidenz. Die Frucht zeigte bei Prostatakrebspatienten, bei denen nach Bestrahlung oder Operation die Krebserkrankung wieder voranschritt, messbare Erfolge: Der PSA-Wert blieb wesentlich länger stabil oder sank sogar (Pantuck et al., 2006). Je langsamer der PSA-Wert nach einer Therapie ansteigt, desto länger ist normalerweise die Lebenserwartung. In der Studie war der Zeitraum, in dem sich der PSA-Wert verdoppelt, durchschnittlich um die vierfache Zeit verlängert. „Dies sei zwar keine Heilung, der Saft habe aber offenbar großen Einfluss auf das Tumorwachstum“, betont Studienleiter Pantuck. Auch bei anderen Krebsarten wie Brust-, Lungen-, Haut- und Darmkrebs sowie Leukämie gibt es positive Studienergebnisse.

Die Ernährungstherapie mit Granatapfelsaft-Polyphenolen kann die Wirkung der Schulmedizin sinnvoll unterstützen: So haben Forscher im Sommer 2008 (Hong et al., 2008) herausgefunden, dass der Granatapfel den tückischen Resistenzmechanismen hormonrefraktärer Prostatakrebszellen entgegen wirkt und eine sinnvolle Ergänzung zur Hormonblockade sein kann. Granatapfelsaft-Polyphenole können wahrscheinlich auch durch spezielle antientzündliche Mechanismen die Wirksamkeit von Chemo- und Strahlentherapie erhöhen und deren Nebenwirkungen reduzieren.

Qualität, Bioaktivität und Wirkstoffgehalt von Granatapfelprodukten

Granatapfel - Foto: © Verband für ganzheitliche Gesundheitsberatung e.V. / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Für die Gesundheit kommt es natürlich darauf an, in welcher Form man Granatapfel zu sich nimmt. Ein Schuss granatapfelhaltiger Grenadine-Sirup verfeinert zwar das Getränk, hat aber keinerlei Gesundheitswert. Manche Säfte schmecken sehr gut und begeistern Gourmets, aber enthalten kaum mehr Wirkstoffe (Polyphenole). Sie sind ideal für die Zubereitung von Erfrischungsgetränken und Cocktails, aber nicht für die Gesundheit. Den wenigsten Verbrauchern ist bewußt, welche Inhaltsstoffe für die gesundheitliche Wirkung des Granatapfels eigentlich verantwortlich sind und dass diese häufig durch Rinder- oder Fischgelatine aus dem Saft gefiltert werden.

In der bislang größten, in einer renommierten Fachzeitschrift publizierten Reihenuntersuchung (Fischer-Zorn und Ara, 2007) ergaben sich für den Verbraucher sehr wichtige Ergebnisse: So schwankte der Wirkstoffgehalt (= Polyphenole) bei Frisch/Direktsäften zwischen 904 bis 2067 mg/l (Median 1409 mg/l). Die Säfte aus Konzentrat wiesen im Schnitt einen höheren Antioxidantien-Gehalt (Median 2288 mg/l) auf, aber auch hier schwankte der Gehalt zwischen 897 bis 4265 mg/l Polyphenole. Das Risiko, einen Wirkstoff-armen Saft zu erwerben, ist hoch. Hohe Temperaturen im Herstellungsverfahren der Granatapfelextraktpulvern führen zu oxidierten und hochpolypmeren Polyphenolen, die schlecht resorbierbar sind. Bei gefriertrockneten Saftpulvern, die auch in Studien häufig verwendet wurden, bleibt die Frischequalität der Pflanzenstoffe erhalten.

Granatapfelbaum - Blüte / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Für Granatapfelsaft ist in Studien dokumentiert, dass er nicht bei jedem Menschen gleich gut wirkt. Die Bioverfügbarkeit von Granatapfelsaft-Polyphenolen hängt stark von der Beschaffenheit der Darmflora ab. Denn von den Darmbakterien werden die Granatapfel-Polyphenole in resorbierbare Substanzen verwandelt. Die Fermentation mit probiotischen Mikroorganismen (Lebendfermentation) verbessert wie eine Art natürliche Vorverdauung die Bioverfügbarkeit und Bioaktivität. Zudem bauen die Mikroorganismen den fruchteigenen Zucker ab – ein Plus für Diabetiker! Das biologische Verfahren wurde von Dr. med. L.M. Jacob entwickelt, der sich seit 2003 mit dem Thema Granatapfelpolyphenole intensiv befaßt und im Rahmen seiner Dissertation neue wichtige Entdeckungen machte.

Dass fermentierte Granatapfelpolyphenole besonders wirkungsvoll sind, konnte in einer Reihe von Studien gezeigt werden, insbesondere gegen Brust- (Kim et al., 2002) und Prostatakrebs (Albrecht et al., 2004; Lansky et al., 2005a und b) sowie Leukämie (Kawai und Lansky, 2004).

Empfehlenswert sind ca. 500 mg Granatapfelsaft-Polyphenole am Tag, wobei lebendfermentierte Polyphenole eine höhere Bioaktivität haben. Der Verzehr erfolgt am besten mind. 1 h getrennt von großen Mahlzeiten und Milchprodukten.

Fazit:

Grenadinensirup schmeckt in Cocktails, aber hat keine gesunden Polyphenole. Leider trifft dasselbe auch auf viele Säfte zu. Ein gesunder Saft hat ein erfrischendes, typischerweise leicht herbes Aroma. Mit dem geeigneten Polyphenolgehalt ist der Granatapfel in Form von hochwertigen Säften, hochkonzentriertem Elixier oder gefriergetrockneten, lebendfermentierten Pulver ein echtes Lebenselixier.

Quelle: Der Granatapfel - Verband für ganzheitliche Gesundheitsberatung e.V.

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